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Wie steht es eigentlich um gefälschte Messer?

Immer öfter hört man von gefälschten Messern. Für nur wenige Euro bekommt man dann ein Messer, das einem Messer einer bekannten Marke ähnelt. Wie ist das möglich? Wo genau liegen die Unterschiede? Wie erkennst Du diese? Knivesandtools erklärt es Dir!

Was ist ein gefälschtes Messer?

Ein gefälschtes Messer soll einem bereits existierenden Modell so stark ähneln wie nur möglich, inklusive typischer Markenmerkmale. Es wird alles dafür getan, dass es so „echt“ wie nur möglich aussieht. Dennoch ist es nie zu 100% wie das Original. Diese Messer werden in verschiedenen Foren auch häufig als „clones“ oder „1:1“ bezeichnet.

Wie ist die Qualität von gefälschten Messern?

Das ist eine wirklich schwierige Frage. Es gibt Messer von sehr schlechter Qualität, die sogar ein Risiko für den Benutzer darstellen. Es gibt aber auch Messer, die auf den ersten Blick kaum vom Original zu unterscheiden sind. Sogar die markentypischen Kennzeichen stimmen zu 99% überein.

Spyderco Paramilitary 2
Das Spyderco Paramilitary 2. Links: gefälscht. Rechts: Original. Die Unterschiede sind klein, aber sichtbar.

Welche Messer werden gefälscht?

Wir haben schon Fälschungen von vielen verschiedenen Marken gesehen. Marken wie beispielsweise Spyderco, Zero Tolerance, Chris Reeve Knives, Fällkniven, LionSteel, Benchmade, ESEE und Cold Steel. Häufig handelt es sich dann um sehr beliebte Modelle, sodass die Nachfrage möglichst groß ist.

Woher kommen die gefälschten Messer?

Ein Großteil der gefälschten Messer kommt aus Asien, hauptsächlich aus China. Man hört sogar manchmal, dass gefälschte Messer in der gleichen Fabrik wie das Original hergestellt werden. Wir behaupten aber jetzt einfach mal, dass das wirklich nur sehr, sehr selten vorkommt. Zumindest haben wir selbst das noch nie erlebt.

Marken, die ihre eigenen Messer auf dem Schwarzmarkt anbieten, würden sich selbst ja auch das Geschäft ruinieren. Sie würden weniger Geld einnehmen und die Menschen würden das Vertrauen in die Produkte verlieren.

Außerdem ist den genannten Marken die Bekämpfung von gefälschter Ware sehr wichtig. Eine Marke, die oft kopiert wird, ist Spyderco. Wir wissen von Spyderco-Chef Eric Glesser, dass er viel Zeit damit verbringt, gegen Verkäufer von gefälschter Ware vorzugehen und diese zu verklagen. Spyderco verklagte sogar eBay, da das Unternehmen nicht genug gegen den Verkauf von Fälschungen auf der Plattform unternahm. Spyderco und eBay konnten sich einigen, woraufhin eBay seine Politik änderte.

Wie steht es um Hommagen?

Es gibt auch eine Kategorie, die von manchen Leuten als „Hommage“ bezeichnet wird. Das ist dann ein Modell, das einem bekannten Modell einer anderen Marke stark ähnelt, bei dem aber nicht die Markenkennzeichen kopiert werden. Man sieht deutlich, dass diese Modelle keine Kopien darstellen sollen. Man kann darüber streiten, was man davon hält. In der Uhrenwelt ist das aber fast schon normal.

Wenn Du genau hinschaust wirst Du sehen, dass sich die Gravuren und der Wellenschliff voneinander unterscheiden. Das obere Messer ist die Fälschung.

Wie können gefälschte Messer so günstig sein?

Natürlich stellt sich die Frage, warum die Fälschungen nur ein Bruchteil des Originalpreises kosten. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Werden die gleichen Materialien verwendet? Wie steht es um die Wärmebehandlung?

Hersteller von Fälschungen haben mehrere Vorteile, zum Beispiel investieren sie keine Zeit in die Forschung und Entwicklung. Außerdem müssen sie ihre Designs nicht schützen und sie geben kein Geld für Patente oder Lizenzen aus. Wie steht es um den Schutz der Mitarbeiter, die die gefälschten Messer herstellen? Natürlich wird auch Geld gespart, da kein Marketing betrieben wird, sie ihre Messer nicht auf Messen vorstellen müssen usw. Auch die Garantie ist kein Thema. Erfahre mehr darüber in unserem Topic: Wie kommt ein Taschenmesser zu seinem Preis?

 

Man möchte immerhin nicht, dass sich das Messer versehentlich schließt.

 

Worin bestehen die Risiken von gefälschten Artikeln?

Zunächst einmal weiß man nichts über die Verarbeitungsqualität. Ein Messer kann man zwar relativ leicht fälschen. Aber auch die feinen Nuancen in der Einstellung des Verriegelungsmechanismus und im Design sind enorm wichtig. Man möchte immerhin nicht, dass sich das Messer versehentlich schließt.

Auch über die verwendeten Materialien kann man nicht viel sagen. Es lässt sich leicht auf die Klinge gravieren, dass es CPM S30V-Stahl ist, aber wer sagt Dir, dass das auch wirklich so ist? Wie steht es um die Wärmebehandlung? Die Korrosionsbeständigkeit? Die Bruchgefahr? Alles Fragen ohne eine Antwort.

Natürlich hast Du auch keinerlei Anspruch auf Garantie. Es gibt keine Ersatzschrauben und auf die Hilfe eines Fachhändlers solltest Du Dich auch nicht verlassen.

Du verletzt das geistige Eigentum des Herstellers und des Designers. Stell Dir mal vor, Du hast Dein ganzes Leben lang an einem Design, am Herstellungsverfahren und am Aufbau Deines guten Rufes gearbeitet. Du arbeitest 80 Stunden pro Woche, um Dein Geschäft am Laufen zu halten. Und dann kommt plötzlich jemand, der einfach alles kopiert und sich das ganze Geld in die Tasche steckt. So etwas möchte doch wirklich niemand erleben.

Dann gibt es da noch „pride of ownership“, also den Stolz, ein bestimmtes Produkt zu besitzen. Stell Dir vor, dass Du lange gespart hast, um Dir ein Chris Reeve Sebenza leisten zu können. Der Stolz, den Du fühlen wirst, ist unvergleichbar. Jenen Stolz wirst Du natürlich nicht fühlen, wenn Du eine billige Fälschung gekauft hast. Außerdem ist das Sebenza eine gute Investition. Auch als Secondhand-Produkt ist es noch viel Wert. Mal davon abgesehen, dass Du Dich strafbar machst, wenn Du ein gefälschtes Produkt zum Kauf anbietest.

Was macht Knivesandtools gegen Fälschungen?

Wir kaufen nur bei den renommierten Marken direkt oder bei deren Vertriebspartnern ein. So stellen wir sicher, dass wir nur legale, echte Produkte mit gültiger Herstellergarantie erhalten.

Produkte, die von Kunden an uns zurückgeschickt werden, werden von mindestens zwei Mitarbeitern gründlich geprüft. Dadurch können wir sicher sein, dass wir keine gefälschten Produkte erhalten. Im Laufe der Jahre konnten wir genug Erfahrungen sammeln, sodass es für uns kein Problem ist, eine Fälschung zu erkennen.

 

Zum Glück verrät schon der Preis vieles. 50 Dollar für ein Messer von Zero Tolerance ist einfach zu wenig.

 

Was kannst Du gegen Fälschungen machen?

Erst das Selbstverständliche: kaufe nur bei bekannten Händlern. Wir geben alles, um Fälschungen zu bekämpfen und haben seit mehr als 20 Jahren eine ausgezeichneten Ruf. Außerdem können wir Dir auch helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Gehe nicht auf Deals ein, die zu schön wirken, um wahr zu sein. Wenn der Preis für ein Secondhand-Messer zu günstig ist, ist wahrscheinlich etwas faul. Gut ist auch, wenn Du das Messer selbst abholen und testen kannst, wenn Du es von einer Privatperson abkaufst. So kannst Du alle Funktionen ausprobieren und das Messer mit Bildern vom echten Produkt vergleichen. Für unsere Website machen wir alle Produktfotos selbst. Du kannst diese also auch prima als Referenz benutzen.

Prüfe auch, ob es die gleichen Bilder sind wie die auf asiatischen Verkaufsseiten. Viele Verkäufer machen sich nicht einmal die Mühe, eigene Fotos zu machen sondern nehmen einfach die von der Seite, wo sie die gefälschten Produkte gekauft haben. Manche Verkäufer sind aber auch so dreist und nehmen die Originalbilder vom Hersteller für die Fälschungen. Zum Glück verrät schon der Preis vieles. 50 Dollar für ein Messer von Zero Tolerance ist einfach zu wenig.

Kaufe selbst keine Fälschungen! Es klingt so einfach. Aber wenn Du selbst keine Fälschungen kaufst, auch nicht, um mal zu „testen“ wie die Qualität so ist, hältst Du den Handel mit den Originalen am Leben. Verschenke auch besser keine Fälschungen. Denke immer daran, dass es Herstellungsfehler geben kann. Es wäre doch wirklich mehr als schade, wenn deshalb jemand einen Finger verlieren würde...

Details: das linke Messer ist echt. Dort sieht man den Anfang des Lasers, der die Liner zugeschnitten hat. Beim gefälschten Paramilitary fehlt diese „Unvollkommenheit“ oft.

Wie erkennst Du gefälschte Gegenstände?

Vergleiche das Produkt gut mit Fotos, oder noch besser mit dem Originalprodukt. Häufig sieht man leichte Unterschiede in der Gravur. Häufig wird dem Äußeren des Messers mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Deshalb kann es interessant sein, sich auch mal die Innenseite des Griffs anzuschauen. Viele Messer haben einen für die Marke typischen Knick oder eine Art Delle auf der Innenseite. Dies fehlt dann oft bei der Fälschung.

Auch Details wie die Art und Weise, wie das Jimping auf dem Klingenrücken gefräst oder gefeilt ist, sagen viel aus. Auch die Verpackung kann aufschlussreich sein. Chris Reeve Knives zum Beispiel arbeitet seit vielen Jahren mit weißen Dosen. Früher gab es die Variante mit einer Einlage aus weißem Schaumstoff, heute haben wir eine festere Dose mit anderem weißen Schaumstoff. Braune, schwarze oder blaue Dosen sind dann schon ein schlechtes Zeichen.

Schaue Dir auch gut die Oberflächenbeschaffenheit der verschiedenen Einzelteile an. Eine gröbere oder feinere Satinierung der Kling kann ein Hinweis sein. Auch die Schrauben solltest Du überprüfen.

Eine Bemerkung noch am Rande: Hersteller ändern regelmäßig ein Detail, die Verpackung, eine Farbe, das Logo oder das Finish. Häufig werden wir nicht darüber informiert. Dann scheint das Produkt zwar anders zu sein, es ist aber einfach nur eine neue Charge. Wir haben beispielsweise schon erlebt, dass ein Hersteller auf seiner Homepage einen deutlichen Artikel darüber hatte, wie die Verpackung eines bestimmten Messers auszusehen hatte. Es stellte sich dann heraus, dass sie noch alte Dosen auf Lager hatten, die sie noch aufbrauchen wollten. Diese stimmten nicht mit der Beschreibung überein. Das zeigt schon, wie schwierig dieses Thema ist.

 

Da kann jemand noch so viele Abonnenten auf Youtube haben. Das bedeutet trotzdem nicht, dass er Recht hat.

 

Glaube nicht alles, was Du online hörst oder liest

Manche Reviewers behaupten in Videos, auf Blogs oder in Facebookgruppen, dass ein einziges Detail schon zeigt, ob ein Produkt gefälscht ist. Dabei haben sie nur ein oder zwei Exemplare zur Verfügung, um einen Vergleich durchführen zu können. Dann geht es häufig um einen etwas anderen Druck der Verpackung oder um ein aktualisiertes Logo. Es ist auch möglich, dass ein Herstellungsprozess verbessert wurde, sodass eine Stelle nun besser abgerundet ist als früher. Das bedeutet aber alles nicht, dass ein Produkt gefälscht ist. Wir haben den Luxus, dass wir manchmal 10 Exemplare von einem Modell vorrätig haben. So können wir sehen, dass alle neuen Lieferungen von einem Hersteller dieses eine Update erhalten haben. Da kann jemand noch so viele Abonnenten auf Youtube haben. Das bedeutet trotzdem nicht, dass er Recht hat.

Fazit

Gefälschte Produkte sind ein großes Problem in der Messerwelt, gegen das wir gemeinsam angehen können. Kaufe keine Fälschung und gebe sie auch nicht weiter, sollte eine zufällig in Deinen Besitz gelangen. Hast Du Zweifel über ein gutes Angebot auf einer Secondhand-Website? Dann ist es wahrscheinlich zu schön, um wahr zu sein.


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