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das deutsche Waffengesetz 2016

Wann ist ein Messer eine Waffe?

Gesetzgebung bei Messern - das deutsche Waffengesetz 2016

In Bezug auf Messer herrschen viele Missverständnisse über das Waffenrecht in Deutschland. Häufig hören wir von Kunden: "Das ist doch in Deutschland nicht erlaubt?"

Doch, der Besitz und der Handel aller Artikel auf Knivesandtools.de ist laut Gesetz erlaubt. Sie dürfen die Messer also kaufen und besitzen, aber Sie dürfen sie nicht jederzeit und überall mit sich führen.

Messer werden in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: verbotene Messer, Hieb- und Stichwaffen und übrige Messer.

1: Verbotene Messer

Das deutsche Waffengesetz (WaffG) verbietet die Anfertigung, den Import und Verkauf von Butterflymessern, Springmessern und Faustmessern. Eine kleine Ausnahme bilden die Faustmesser, die zum Häuten von Wild entworfen wurden, dementsprechend genutzt werden und im Besitz von Jägern oder Angehörigen von Leder oder Pelz verarbeitenden Berufen sind.

Messer, die äußerlich keine Ähnlichkeit mit einem Messer aufweisen, beispielsweise ein Spazierstock-Schwert oder eine Gürtelschnalle mit Messer, sind verboten.

Auch automatische Messer sind im Allgemeinen verboten. Messer mit einer nach vorne aufspringenden Klinge sind auf jeden Fall verboten. Taschenmesser mit sich seitwärts öffnender Klinge sind ebenfalls verboten, es sei denn, sie erfüllen die folgenden Bedingungen: Die Klinge darf nicht länger als 8,5 cm und nur einseitig geschärft sein.

2: Hieb- und Stichwaffen dürfen nicht geführt werden

Messer, die speziell zum Schneiden und Stoßen (Stechen) entworfen wurden, aber weiter nicht unter ein Verbot fallen, dürfen Sie besitzen, wenn Sie über 18 Jahre alt sind. Das Waffengesetz nach § 1 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a umschreibt diese Messer folgendermaßen: "… tragbare Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen; …". Hierunter fallen unter anderem Schwerter, Säbel, Dolche, Stiletts und Bajonette. Ein Bajonett wurde beispielsweise zum Töten oder Verwunden von Menschen entwickelt und wird daher vom Gesetz als Waffe betrachtet. Anderes Beispiel: Eine Machete wird als Werkzeug zum Entfernen von Buschwerk gesehen. Bei den Messern aus dieser Kategorie ist im Allgemeinen Besitz und Verwendung auf Privatgelände erlaubt, sie dürfen jedoch in der Öffentlichkeit oder öffentlichen Veranstaltungen nicht zugänglich sein oder getragen werden.

3: Sonstige Messer, Mitführen unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt

Alle Messer, die nicht unter die oben genannten Kategorien fallen, dürfen legal erworben, besessen und auf Privatgelände benutzt werden. Es können allerdings Einschränkungen für das Führen in der Öffentlichkeit gelten. Dies umschreibt das Gesetz als das Ausüben von Kontrolle über ein eingeschränkt erlaubtes Messer außerhalb des Hauses, Betriebs oder Privatgeländes.

Messer, die nicht in der Öffentlichkeit mitgeführt werden dürfen:

  • Alle Hieb- und Stichwaffen wie Dolche, Schwerter oder Stiletts (s. 2.)
  • Alle Klappmesser, die eine Verriegelung haben und sich einhändig öffnen lassen (eines der Merkmale allein ist also erlaubt).
  • Alle feststehenden Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm

Messer, die nicht unter diese Kategorie fallen, dürfen Sie unter den folgenden Bedingungen führen:

  • Das Messer wird in einem verschlossenen Behältnis transportiert.
  • Das Mitführen des Messers hat einen legitimen Grund, beispielsweise:
    - Historische Aufführungen/Nachstellungen
    - Sport (z. B. Jagd)
    - Werkzeug, beispielsweise zur Berufsausübung

Das Bedürfnis zur Selbstverteidigung wird durch das deutsche Waffengesetz nicht als legitimer Grund zum Führen eines Messers gesehen.

Als Ergänzung zum oben Genannten ist auch die folgende Information wichtig: Gemäß § 42 Abs. 5 dürfen die einzelnen deutschen Landesregierungen in ihren Rechtsverordnungen die Einrichtung waffenfreier Zonen bestimmen. Städte wie Hamburg und Berlin haben bereits derartige Zonen ausgewiesen. Unter Waffen fallen in diesem Fall alle Objekte, die als "gefährlich" einzustufen sind.

Für weitere Informationen und die Gesetzestexte, die auf diesen Informationen beruhen, möchten wir Sie gerne auf die Seite des Bundesministeriums des Innern hinweisen.