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Was spricht für ein Outdoormesser aus Kohlenstoffstahl?

Kohlenstoffstahl ist eine beliebte Wahl bei Outdormessern. Marken wie KA-BAR, ESEE und TOPS sind dafür bekannt, dieses Material bei ihren Messern zu verwenden. Aber was macht Kohlenstoffstahl so besonders? Und wo liegen seine Nachteile? Auf diese Fragen wollen wir im Folgenden einmal näher eingehen.

Obwohl heutzutage nahezu jeder direkt an rostfreien Stahl oder „Stainless Steel“ denkt, ist dieses Material eigentlich eine recht neue Erfindung im Messerbereich. Über Hunderte von Jahren hinweg wurden alle Messer aus Kohlenstoffstahl hergestellt. Rostfreien Stahl gibt es seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Werkzeugstahlsorten wie D2-Stahl oder andere Legierungen wirklich populär. In den 60er und 70er Jahren gab es eine Art Wendepunkt, an dem rostfreie Stahlsorten sogar zum Mainstream wurden.

Was ist Kohlenstoffstahl?

Wir verwenden den Begriff „Kohlenstoffstahl“ für Stahl mit einem hohen Kohlenstoffgehalt und einem niedrigen Gehalt an Chrom oder anderen Legierungselementen, die den Stahl rostbeständiger machen. Dann gibt es noch den Werkzeugstahl, der ein wenig mehr von diesen Elementen enthält. Nur eben nicht genug, um den Stahl vollkommen rostfrei zu machen. In rostfreiem Stahl ist nämlich mehr Chrom enthalten – oft 15 % oder mehr. Achtung: Wir sprechen stets von rostfreiem Stahl, nicht von nicht-rostendem Stahl. Auch rostfreier Stahl kann bei falscher Handhabung Rost bilden.

Einige Beispiele für beliebte Kohlenstoffstahlsorten für Outdoormesser sind: 1095 Kohlenstoffstahl, O1, 1075 Kohlenstoffstahl und Böhler K720.

Die Vorteile von Kohlenstoffstahl

Die Stärke

Glücklicherweise gibt es viele Hersteller und Anwender, die die Vorteile von Kohlenstoffstahl kennen. Vor allem im Bereich der Outdoormesser. Das Schöne an Kohlenstoffstahl ist, dass er oft zäher ist als rostfreier Stahl. Die Legierungselemente im rostfreien Stahl machen ihn im Vergleich zu Kohlenstoffstahl etwas brüchiger. Kohlenstoffstahl ist simpel. Bei Outdoormessern wird außerdem Kohlenstoffstahl eines geringeren Härtegrads verwendet. Dadurch verbiegt sich der Kohlenstoffstahl, bevor er zerbricht. Im Einsatz kann diese Eigenschaft sehr praktisch sein, da man von einem verbogenen Messer natürlich mehr hat, als von einem zerbrochenen.

Leichte Schleifbarkeit von Kohlenstoffstahl

Ein weiterer großer Vorteil von Kohlenstoffstahl ist, dass er sich sehr einfach schleifen lässt. Dabei wird er auch noch sehr scharf. Sogar mit einfachen Mitteln. Wir sagen manchmal scherzhaft, dass man ein durchschnittliches Messer aus Kohlenstoffstahl sogar an einem Ein weiterer großer Vorteil von Kohlenstoffstahl ist, dass er sich sehr einfach schleifen lässt. Dabei wird er auch noch sehr scharf. Sogar mit einfachen Mitteln. Wir sagen manchmal scherzhaft, dass man ein durchschnittliches Messer aus Kohlenstoffstahl sogar an einem Ziegelstein schärfen könnte. Das ist natürlich etwas überspitzt formuliert, aber Du verstehst sicher, was wir meinen. Kohlenstoffstahl bietet bei Outdoormessern den Vorteil, dass man seine Messer auch unterwegs mit relativ einfachen Mitteln scharf halten kann. Du brauchst nicht unbedingt einen Satz von fünf Steinen, ein guter doppelseitiger Stein reicht aus, um weitermachen zu können.

Eine günstige Option

Auch der Preis kann ein sehr überzeugendes Argument sein, sich für Kohlenstoffstahl zu entscheiden. Als Rohstoff ist Kohlenstoffstahl relativ günstig, außerdem kann auch die Verarbeitung und Wärmebehandlung relativ kosteneffizient durchgeführt werden. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber bei einem begrenzten Budget lohnt es sich sicherlich, sich näher mit Messern aus diesem Material zu beschäftigen.

Die Nachteile von Kohlenstoffstahl

Rost

Selbstverständlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Auch Kohlenstoffstahl bringt Nachteile mit sich. Dabei geht es vor allem um Rostbildung. Egal, welche Oberflächenbehandlung Du wählst, ob mit oder ohne Beschichtung: Kohlenstoffstahl birgt immer die Gefahr von Rostbildung. Die reine Zusammensetzung des Stahls, in dem kaum Legierungselemente vorhanden sind, bedeutet auch, dass es kaum Korrosionsbeständigkeit gibt.

Deshalb benötigen Messer aus Kohlenstoffstahl etwas mehr Pflege als Messer aus rostfreiem Stahl. Einen Apfel schneiden und das Messer einfach zur Seite legen? Das führt dazu, dass sich innerhalb kürzester Zeit Rostflecken auf der Klinge bilden werden. Auch die Verwendung in einer maritimen Umgebung führt früher oder später zur Bildung von Rost. Deshalb ist es wichtig, die Klinge regelmäßig mit ein paar Tropfen Öl einzureiben.

Selbst, wenn Du das Messer nach seiner Nutzung sofort reinigst, wird sich der Stahl verfärben. Meist bläulich, was ein wenig an einen Ölfleck erinnert. Das nennt man Patina. Mehr über den Unterschied zwischen Patina und Rost erfahren? Auch beschichtete Messer sind davor nicht vollkommen gefeit. Die Schneide liegt trotz Beschichtung schließlich frei, zudem nutzt sich jede Beschichtung bei Gebrauch ab. Egal, wie hart oder dick sie ist. Auch Lasergravuren auf einer Beschichtung sind anfällig für Rost.

Schärfebeständigkeit

Da Outdoormesser aus Kohlenstoffstahl meist etwas weicher sind, bleiben sie auch entsprechend weniger lange scharf. Also im Durchschnitt. Nur vom Schneiden eines Stücks Holz wird ein Messer praktisch nie stumpf, aber im Vergleich zu einigen edleren Legierungen muss man etwas schneller nachschleifen. Glücklicherweise hatten wir ja schon festgestellt, dass das in diesem Fall sehr schnell und einfach geht. Im Gegensatz zu einigen rostfreien Stahlsorten, die zwar länger scharf bleiben, aber viel schwieriger zu schleifen sind.

Kohlenstoffstahl für Küchenmesser

Auch in der Küche findet man Messer aus Kohlenstoffstahl. Nur zum Teil aus anderen Gründen. Die einfache Schleifbarkeit ist auch in der Küche ein Pluspunkt für den Kohlenstoffstahl, aber in diesem Anwendungsbereich sind Messer aus Kohlenstoffstahl meist sogar zerbrechlicher als ihre rostfreien Gegenstücke. Das liegt daran, dass sie zumeist einen extrem hohen Härtegrad aufweisen. So bleiben sie lange scharf und können dünn geschliffen werden – das macht sie gleichzeitig aber durchaus anfälliger. In diesem Sinne ist Kohlenstoffstahl ein merkwürdig widersprüchliches Material – extrem zäh bei Outdoormessern, dagegen sehr hart und spröde bei Küchenmessern. Eine Eigenschaft, die man in Betracht ziehen muss.

Fazit

Rostbildung und geringe Schärfebeständigkeit lassen bei Vielen die Alarmglocken klingeln. Wir hoffen, dass Du jetzt genug über die Vorzüge dieses besonderen und dennoch sehr gewöhnlichen Stahls gelernt hast. Wir sind auf jeden Fall Fans des Kohlenstoffstahls. Der Charakter einer natürlichen Patina erzählt einfach eine Gechichte. Und zwar darüber, wo man mit dem Messer war. Und was man mit ihm erlebt hat. Allein das ist schon Gold wert.

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