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Nitecore P10iX | Expert Review von Koen van der Jagt

Ich habe bereits die Nitecore P10i getestet, von der vor kurzem eine leistungsstarke Version mit nur einer kleinen Namensänderung herausgebracht wurde: die Nitecore P10iX. Welche Extras bringt das 'X' mit sich? Das werde ich im Folgenden näher erläutern!

Inhalt

Meine ersten Eindrücke:

Die Verpackung fällt positiv auf: eine luxuriöse Aufbewahrungsbox, für mich der neue Standard! Am Design hat sich im Vergleich zur P10i nicht viel geändert, obwohl ein Detail sofort auffällt: Die P10iX ist deutlich kürzer und man sieht auch gleich, warum: Der Lampenkopf der P10iX hat einen flacheren Reflektor und vier XP-L2 V6 LEDs an Bord, während die P10i eine einzelne Luminus SST-40-W LED in einem eher konischen Reflektor besitzt. Durch diese Anpassung erinnert mich die P10iX an eine Mischung aus der P10i und einem anderen kompakten Lichtwunder von Nitecore, der E4K. Der nächste große Unterschied liegt im Inneren der Lampe: Der 'High Performance'-Akku der P10iX ist leistungsstärker und hat mehr Kapazität, was auch nötig ist, da bei der X-Serie die Leuchtkraft mehr als verdoppelt wurde. Der dritte große Unterschied ist nicht direkt erkennbar: Die P10iX lässt sich programmieren und hat zwei Benutzer-Modi. Darauf komme ich später noch zurück! Verarbeitung und Konstruktionsualität sind bei Nitecore schon seit Jahren auf einem hohen Niveau; auch die P10iX ist hier keine Ausnahme.

Wann und wie:

Anders als die P10i mit ihrer taktischen Benutzeroberfläche ist die P10iX vielseitiger einsetzbar. Man kann die Lampe buchstäblich in einen Unterwegs- oder einen Zuhause-Modus stellen, ganz nach Wunsch. Die P10iX verfügt nämlich über einen 'Daily' und einen 'Tactical' Modus, zwischen denen man im Handumdrehen wechseln kann. So hat man, auch dank der handlichen Größe, einen kompakten Alleskönner im Haus oder in der Jackentasche. Die P10iX verfügt über einen energiesparenden Low-Modus mit 2 Lumen, aber auch über einen superstarken Turbo-Modus mit 4000 Lumen. Das macht diese Leuchte sehr vielseitig: Polizei, Sicherheitspersonal, im Haus und im Bereich des Hauses... alles ist möglich dank der sechs Lichtstärken und der Möglichkeit, die jeweils bevorzugte Einstellung zu wählen. Aufgrund ihres flachen Reflektors ist die P10iX nicht für Suchaktionen auf größere Entfernung geeignet; das kann die P10i mit ihrem tieferen Reflektor und einem anderen LED-Typ deutlich besser.

Welchen Eindruck macht die P10iX bei Bedienung und Komfort:

Das Aufladen erfolgt bei der P10iX genauso wie bei der P10i und ist selbsterklärend. Der Akkustatus ist bei Verwendung der Lampe ständig sichtbar, und es ist auch möglich, die Spannung auf 0,1 Volt genau zu überprüfen. Es kann also nicht passieren, dass man unerwartet mit einem leeren Akku dasteht. Falls das doch einmal passiert, kann lassen sich mit dem mitgelieferten Adapter zwei CR123A als Stromversorgung verwenden. Es steht dann jedoch nur maximal ein Viertel der Gesamtleistung zur Verfügung.

Die meisten Nitecore-Lampen haben ein etwas unruhiges Design mit vielen Winkeln und Kerben, aber gerade deshalb liegen sie perfekt in der Hand. Die beiden Schalter auf der Rückseite sind selbst mit Handschuhen leicht zu finden. Der gewünschte Modus ('Daily' oder 'Tactical') wird eingestellt, indem man gleichzeitig den (flachen) Modusschalter gedrückt hält und den Batteriedeckel ein wenig losschraubt. Dabei sollte man jedoch vorsichtig sein, denn die P10iX schaltet dabei (unversehens) in den Strobemodus, der ziemlich blendet. Die Lampe blinkt dann einmal (für 'Daily') oder zweimal (für 'Tactical'): Dies ist ab jetzt der eingestellte Modus. Anschließend kann man die Batterieabdeckung wieder festschrauben. Es bedarf einer gewissen Übung, aber man gewöhnt sich schnell daran. Im 'Daily'-Modus schaltet die P10iX von niedrig auf hoch und bietet sechs Lichtstärken, einschließlich einer angenehmen niedrigen Einstellung. Die Stärken sind gleichmäßig über den Bereich von 2 bis 4000 Lumen verteilt. Wie nicht anders zu erwarten, dient der Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten und der Modusschalter zum Umschalten zwischen den Lichtmodi. Der Turbo lasst sich nicht dauerhaft einschalten, man muss den Modusschalter kontinuierlich gedrückt halten. So soll ein Überhitzen der Lampe verhindert werden. Die Stroboskop-Verteidigungsoption ist immer sofort verfügbar, sowohl im ein- als auch im ausgeschalteten Zustand. Wie? Um den Strobe-Modus zu aktivieren, wird im Standby-Modus der Modusschalter gedrückt gehalten und bei eingeschalteter Lampe dreimal kurz hintereinander geklickt.

Im 'Tactical'-Modus werden einige Lichtstärken übersprungen und die Lampe schaltet von hoch zu niedrig. Der Turbo kann in diesem Modus arretiert werden, aber in der Praxis hält er nicht sehr lange durch: Nach spätestens einigen Minuten muss die Lampe wieder abkühlen; dafür sorgt daie integrierte 'Advanced Temperature Regulation', indem sie die Leistung dimmt, bis die Lampe ausreichend abgekühlt ist. Im 'Tactical'-Modus ist die Stroboskop-Funktion deutlich schneller verfügbar, was natürlich ein Vorteil ist. Sofort verfügbar, sowohl im ein- als auch im ausgeschalteten Zustand, indem die Modustaste gedrückt gehalten wird. Im Gegensatz zum 'Daily'-Modus hat die P10iX im taktischen Modus keinen Speicher für den zuletzt verwendeten Lichtmodus, sie schaltet also immer im Turbo-Modus ein. Einfach beruhigend, wenn man sich beispielsweise als Vollzugsbeamter unerwartet in einer misslichen Lage befindet. Sehr gut zu findende Schalter mit deutlichem Druckpunkt

Mit dem Clip oder dem taktischen Holster lässt sich die Lampe auf verschiedene Arten an der Kleidung oder der Ausrüstung befestigen. Viele Möglichkeiten also, und weil sie recht klein ist, passt sie auch leicht in eine Hosen- oder Jackentasche. Im Hinblick auf die Bedienung klingt zunächst alles sehr kompliziert und umfangreich, in der Praxis hat man aber in kürzester Zeit den Bogen raus.

Das gefällt mir an der P10iX:

Ich finde, dass die Größe und die Vielseitigkeit die stärksten Punkte der P10iX sind. Auch das verfügbare Zubehör möchte ich als Pluspunkt erwähnen. Für jede Zielgruppe sind sinnvolle Optionen verfügbar.

Verbesserungsmöglichkeiten:

Wenn man bei der Programmierung der Modi (täglich 'Daily' oder 'Tactical') nicht aufpasst, wird man durch das Stroboskop geblendet. Außerdem kann ich mich immer noch nicht mit der blauen Statusleuchte für die Batteriespannung anfreunden; ich finde rot/grün viel logischer.

Preis-/Leistungsverhältnis

Die P10iX ist nicht viel teurer als die P10i und dafür erhält man eine doppelt so leistungsstarke Lampe, die außerdem noch programmierbar ist. In Anbetracht dessen ist die X-Version preislich sehr interessant!

Mein 'Fazit'

Mir hat schon die P10i gefallen, und die P10iX ist in vielerlei Hinsicht noch besser. Der hinzugefügte 'Daily'-Modus macht die Lampe kompletter und damit vielseitiger einsetzbar. Im Turbo-Modus hält die Lampe nicht sehr lange, aber auf der 'Higher'-Einstellung von 1700 Lumen hält sie deutlich länger als die vergleichbare Turbo-Einstellung bei der P10i. Dagegen hat die P10i die besseren Werte im Hinblick auf die Reichweite. Beide Lampen lassen sich intuitiv bedienen und sind solide verarbeitet.

Kurz gesagt: Die P10iX ist ein kompakter Allrounder zu einem vernünftigen Preis.

Gut zu wissen

Auch die große Auswahl an Zubehör wie Verkehrsleitkegel, Farbfilter und Befestigungsmöglichkeiten sollte man sich durchaus einmal anschauen. So lässt sich die P10iX noch besser personalisieren!

Last, but not least: die Beamshots!

Die X-Version der P10i hat ein völlig anderes Lichtbild als die 'normale' P10i: Extrem viel Licht auf kürzere Distanz mit einem breiten Abstrahlwinkel. Die Lichtfarbe ist kaltweiß, wie bei den meisten Taschenlampe heutzutage. Nachfolgend die Bilder, die wahrscheinlich mehr sagen als Worte! Der Standort ist eine Baumgruppe in der Nähe eines Flusses; ein schöner Ort, um das breite Lichtbündel zu zeigen. Erst die sechs Lichtmodi.

Was noch fehlt ist ein Vergleich zwischen der P10i und der P10iX. Der Standort ist ein teilweise abgeholzter Wald. Man beachte die Bäume in der Nähe und in der Ferne: Der Strahl der P10i reicht weiter, während die P10iX ein deutlich breiteres Lichtbündel hat. Auch der Unterschied bei der Leistung ist überdeutlich.

Koen van der Jagt

Schon als Kleinkind hat Koen van der Jagt ein großes Interesse an Lampen, Drähten und Batterien. Als Kind interessiert er sich vor allem für Fahrradlampen und andere Elektronik. Die Krypton- und Halogenlampen wurden in den letzten Jahren durch LEDs ersetzt. Vor ein paar Jahren hat auch er das "professionelle" Zeug entdeckt. Seine ersten Taschenlampen-Marken waren Led Lenser und Fenix. Auch die Fotografie ist ein großes Hobby von ihm. Neben Fotos von der Natur und Meteorologie zeigt Koen auch gerne Bilder von dem, was eine Lampe kann und wie das Lichtbild in Dunkelheit ist. Die Rezensionen, die Koen schreibt, können oft in Foren wie candlepowerforums.com und taschenlampen-forum.de gelesen werden. Koen besitzt mittlerweile Taschenlampen in fast jeder Kategorie: von kleinen und handlichen Lampen, bis hin zu leistungsstarken Scheinwerfern.

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