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Nitecore MH10S | Expert Review von Koen van der Jagt

Wenn Du eine Taschenlampe suchst, die von der Größe her im mittleren Bereich angesiedelt ist, hast Du die Wahl aus Dutzenden von Modellen. Das macht die Entscheidung natürlich nicht leichter. Der Nitecore MH10S ist eine der verfügbaren Optionen. Was ist das Besondere an dieser Lampe und für wen ist sie eine gute Wahl? Zeit für einen Test!

Meine ersten Eindrücke:

Die Lampe wird in der inzwischen bekannten Verpackung geliefert: einer bunten Schachtel, in der sich die Lampe und umfangreiches Zubehör befinden. Wie heutzutage üblich fehlt ein Ladegerät, aber ansonsten ist das Set mehr als komplett, einschließlich eines taktischen Holsters.

Die Abkürzung MH steht für Multitask Hybrid, und das spiegelt sich in der Form der MH10S wider: Die Lampe ist so kompakt, dass sie von der Länge her zwischen Daumen und Zeigefinger passt. Das liegt zum Teil daran, dass sich der Schalter an der Seite befindet und der Reflektor nicht sehr tief ist. Nitecore ist es gelungen, die 3. Version der MH10 zur kompaktesten und leistungsfähigsten zu machen. Auch das Design fügt sich nahtlos in die übrige Nitecore-Familie ein. Die markanten Strukturen verleihen der MH10S einen taktischen Look und eine nochmals verbesserte Griffigkeit, die auch ein versehentliches Wegrollen praktisch ausschließt. Der Trageclip kann nach oben oder nach unten gerichtet angebracht werden. Die Lampe steht fest stabil auf der Rückseite, sodass Du sie (eventuell in Kombination mit einem Diffusor) z. B. als Leuchtfeuer oder Zeltlampe verwenden kannst. Im Lampenkopf sehen wir einen glatten Reflektor mit einer sauber zentrierten SST-40-W-LED; diese Kombination bietet eine gute Mischung aus Reichweite und Leistung. Der Metallschalter (hält länger als Gummi) verfügt über eine Akku-Statusanzeige.

Auch die Verarbeitung ist mehr als in Ordnung: Die Teile passen gut zusammen, die Schraubgewinde sind leichtgängig und die Lampe weist keine sichtbaren Unebenheiten auf.

Wann und wie:

Die MH10S ist eine Hybridlampe, also eigentlich eine „Kombi”, die in vielen Situationen eingesetzt werden kann. Die Größe ist immer noch genau richtig, um sie in der Hosen- oder Jackentasche mitzunehmen, ohne dass es lästig wird. Mit dem Trageclip und dem mitgelieferten taktischen Holster kannst Du die Lampe auch an Deiner Kleidung oder Ausrüstung tragen. Meiner Meinung nach ist die MH10S für den täglichen Gebrauch am besten geeignet, also eine echte EDC-Lampe. Mit der niedrigsten Leistungsstufe kannst Du sie problemlos über Nacht im Zelt eingeschaltet lassen, während die hohe Leistungsstufe ein breites Lichtbündel mit einer guten Reichweite bietet. Die MH10S kann auch für taktische Zwecke eingesetzt werden, hat aber keinen Schalter auf der Rückseite, was sie meiner Meinung nach nicht zur ersten Wahl für Sicherheitskräfte o. ä. macht. Übrigens ist die Stroboskop-Funktion (die sehr stark blendet) blitzschnell verfügbar; gut zu wissen, wenn man alleine in einer unsicheren Gegend unterwegs ist.

Zusammengefasst: Die MH10S eignet sich am besten für den alltäglichen Gebrauch, kann aber bei Bedarf auch taktisch eingesetzt werden.

Welchen Eindruck macht die MH10S bei Bedienung und Komfort:

Das Aufladen ist wie bei den meisten modernen Taschenlampen ein Kinderspiel dank des USB-C-Anschlusses, der mit einer Gummiabdeckung abgedeckt ist. Achte aber darauf, den Akkudeckel richtig festzuschrauben (ich löse ihn oft ein wenig, um ein versehentliches Einschalten zu vermeiden), sonst wird die Lampe nicht geladen. Die blaue Kontrollleuchte blinkt langsam, wenn der Ladevorgang normal verläuft, und schnell, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Wenn der Akku voll ist, leuchtet die Lampe dauerhaft. Ich selbst finde übrigens, dass ein roter oder grüner Indikator sinnvoller wäre. Auch diese Nitecore hat die gute Eigenschaft, dass man die Spannung des Akkus auf 0,1 Volt genau überprüfen kann.

Die Bedienung der MH10S ist ganz einfach, da es keine speziellen Betriebsmodi gibt und alle Modi über den einzigen seitlichen Schalter gesteuert werden. Ein einfacher Klick schaltet die Lampe ein und aus; um eine der fünf Lichtstärken zu wählen, hältst Du einfach den Schalter gedrückt. Aus dem Standby-Modus kannst Du direkt den niedrigsten Modus einschalten, indem Du die Taste länger gedrückt hältst. Ein (schneller) Doppelklick schaltet in den Verteidigungsmodus; das in verschiedenen Frequenzen blinkende Licht desorientiert jeden Angreifer. Aus dem Stroboskop-Modus aktiviert ein langer Druck auf den Schalter die anderen speziellen Lichtmodi (Leuchtfeuer und SOS). Die MH10S merkt sich nur den zuletzt verwendeten Lichtmodus. Erwähnenswert ist die extrem lange Laufzeit, die die Lampe in der extra niedrigen Einstellung erreicht: So hält sie mehrere Wochen lang durch! Die Ausgewogenheit der Lichtstärken ist gut, obwohl ich mir noch einen zusätzlichen Modus zwischen 1 und 50 Lumen gewünscht hätte. Der höchste Modus ist ziemlich anstrengend für den Akku (mit CR123A-Akkus ist diese Einstellung nicht verfügbar) und man muss nach ein paar Minuten herunterschalten, damit die Lampe nicht zu heiß wird. Übrigens: Dank ATR wird der Modus der Lampe bei Überhitzung automatisch heruntergeschaltet. Der hohe Modus mit über 1.000 Lumen eignet sich besser für den dauerhaften und leuchtstarken Einsatz. Das Lichtbild hat eine angenehme Farbe, ist schön gleichmäßig (ohne Ringe oder Flecken) und die MH10S hat eine gute Reichweite für ihre Größe. Weiter unten in dieser Review findest Du die Beamshots!

Die Bedienelemente sind einfach zu handhaben, obwohl ich den Schalter etwas klein finde. Ich persönlich bevorzuge einen Clicky (einen Druckknopf auf der Rückseite) bei einer Lampe, weil er etwas direkter bedient werden kann. Ein interessantes Detail: Die einzige Möglichkeit, die Lampe vor versehentlichem Einschalten zu schützen, besteht darin, die Batteriekappe ein wenig loszuschrauben.

Das gefällt mir an der MH10S:

Ich bin immer froh, wenn eine EDC-Lampe einen energiesparenden Lichtmodus hat, und die MH10S hat einen solchen! Mit dem (optionalen) 5000-mAh-Akku kann die Lampe bis zu zwei Monate lang ununterbrochen mit einer einzigen Akkuladung betrieben werden! Die kompakte Größe für eine „21700-Lampe” ist meiner Meinung nach ein Pluspunkt und die MH10S ist vielseitig einsetzbar.

Verbesserungsmöglichkeiten:

Der Bedienknopf ist meiner Meinung nach etwas klein, im Dunkeln muss man schon mal etwas länger suchen, bis man ihn gefunden hat. Die Überprüfung des Akkustands ist mit einigem Aufwand verbunden und nur nach dem Einschalten der Lampe möglich. Du musst zunächst die Akku-Abdeckung etwas lockern und dann wieder festziehen.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Die MH10S ist nicht super-günstig, aber Du bekommst ein komplettes Paket inklusive eines taktischen Holsters. Und so sieht die Sache doch schon wieder anders aus... Vergleichbare Modelle anderer Marken liegen ebenfalls in der gleichen Preisklasse. Ich finde den Preis akzeptabel, auch dank der guten Funktionen, die die MH10S bietet.

Mein „Fazit”:

Die MH10S ist ein guter Allrounder mit ausgezeichneten Eigenschaften, insbesondere für Benutzer, die eine Lampe lieber über den Seitenschalter bedienen. Über Nacht als Orientierungslicht auf dem Campingplatz eingeschaltet zu bleiben, ist dank des starken Akkus kein Problem, und selbst im zweithöchsten Modus hält die Lampe lange durch. Die Bedienelemente funktionieren leichtgängig, und die Verarbeitungsqualität ist tadellos. Nur für den taktischen Einsatz bietet die Lampe meiner Meinung nach nicht genug, da ihr ein hinterer Schalter fehlt. Dennoch hat diese Hybridlampe genug zu bieten, um in den verschiedensten Situationen das richtige Licht zu liefern.

Gut zu wissen:

Ich empfehle immer einen Zusatzakku: Der Preis ist nicht so hoch und der Gedanke, dass man immer eine Reserve für den Notfall hat, gibt einem ein Stück Sicherheit, wenn man unterwegs ist.

Last, but not least: die Beamshots!

Auch das Lichtbild dieser Lampe ist „hybrid”: ein ziemlich breites Bündel mit einer ausgezeichneten Reichweite. Der Standort ist ein dunkler Park. Die Wirkung der niedrigsten Lichteinstellung ist offensichtlich: Diese ist nur für die direkte Umgebung geeignet.

Koen van der Jagt

Schon als Kleinkind hat Koen van der Jagt ein großes Interesse an Lampen, Drähten und Batterien. Als Kind interessiert er sich vor allem für Fahrradlampen und andere Elektronik. Die Krypton- und Halogenlampen wurden in den letzten Jahren durch LEDs ersetzt. Vor ein paar Jahren hat auch er das "professionelle" Zeug entdeckt. Seine ersten Taschenlampen-Marken waren Led Lenser und Fenix. Auch die Fotografie ist ein großes Hobby von ihm. Neben Fotos von der Natur und Meteorologie zeigt Koen auch gerne Bilder von dem, was eine Lampe kann und wie das Lichtbild in Dunkelheit ist. Die Rezensionen, die Koen schreibt, können oft in Foren wie candlepowerforums.com und taschenlampen-forum.de gelesen werden. Koen besitzt mittlerweile Taschenlampen in fast jeder Kategorie: von kleinen und handlichen Lampen, bis hin zu leistungsstarken Scheinwerfern.

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