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Home Get smarter Review Fenix CL26R Campinglampe im Test | Expert Review von Koen van der Jagt

Review

Fenix CL26R Campinglampe im Test | Expert Review von Koen van der Jagt

Während ich diese Review schreibe, klopft der Sommer wieder an die Tür. Zeit also, um die Gegend mit dem Fahrrad, dem Wohnwagen oder zu Fuß unsicher zu machen oder das Wetter einfach zu Hause im Garten zu genießen. Vor ein paar Jahren durfte ich bereits die Fenix CL25R testen. Diesen tollen Reisebegleiter gibt es inzwischen nicht mehr, glücklicherweise gibt es aber einen großartigen Nachfolger mit einem logischen Namen: CL26R. Knivesandtools hat mir wieder einmal die Ehre erwiesen, Euch das jüngste Mitglied der Fenix „camping-line“ vorstellen zu dürfen. Im Folgenden werde ich Euch zeigen, was diese Leuchte alles kann. Natürlich habe ich wieder viele Bilder dabei.

Unboxing der Fenix CL26R Campinglampe

Die CL26R ist in einem neu gestalteten Karton mit Sichtfenster verpackt, sodass potenzielle Käufer die Lampe schon vor dem Kauf begutachten können. Die dazugehörenden Teile sowie die Bedienungsanleitung und die Garantiekarte befinden sich im unteren Teil der Box. Die Lampe wird mit einem 18650-Akku, Ladekabel, Ersatz-O-Ring und einem Befestigungsring geliefert, um die Lampe an einen Schlüsselanhänger hängen zu können. Fenix geht davon aus, dass jeder einen Adapter für das Ladekabel hat. Es wäre praktisch gewesen, wenn er enthalten gewesen wäre, denn viele Benutzer achten nicht auf die Stromstärke eines Ladegeräts, dabei ist dies sehr wichtig. Ansonsten habe ich nichts auszusetzen. Es kann losgehen! Hier kannst Du auch sehen, was alles im Lieferumfang enthalten ist.

Erste Eindrücke

Fenix CL26R
Kompakte Box mit Sichtfenster.
Fenix CL26R
Bis auf einen Adapter ist alles enthalten.

Die CL26R ist im Vergleich zu ihrem Vorgänger etwas kleiner geworden. Dies liegt vor allem daran, dass die CL26R rundere Formen hat; die Lampe hat keine hervorstehenden Kanten und einen kleineren Durchmesser. Dadurch passt die CL26R noch besser in Deine Jackentasche. Obwohl sich die Lampe „glatter“ anfühlt als die CL25R, rollt sie nicht so leicht weg, wenn sie auf der Seite liegt. Dies liegt an der Position des Ladeports und des Schalters, die sich nun beide seitlich befinden. Die Lampe besteht größtenteils aus Polycarbonat, mit nur wenigen Metallteilen, wie beispielsweise dem Aufhängehaken und dem Gewinde für die Stativmontage. Das Material ist sehr fest und unempfindlich gegen Kratzer. Die CL26R überlebte sogar, nachdem die Crew von Knivesandtools mit einem Auto darüber gefahren ist! Bei der Verarbeitungsqualität ist es auch kein Wunder. Trotz der Tatsache, dass das Design eher nüchtern wirkt, gefällt es mir sehr gut. Es wirkt moderner als das alte Modell. Es gibt keine scharfen Kanten und der Schriftzug ist sauber ausgerichtet. Auf der Oberseite der Lampe sieht man die Anschlussmöglichkeit für ein Stativ oder z.B. ein Gorillapod; dank dieses Gewindes sind die Befestigungsmöglichkeiten der CL26R nahezu unbegrenzt. Auch den Haken zum Aufhängen finden wir hier, obwohl ich ihn ein bisschen klein finde. Wenn Du die Lampe zum Beispiel an einen überhängenden Ast hängen möchtest, ist es besser, beispielsweise ein Lanyard zu verwenden. Unten seitlich befindet sich der Micro-USB-Port zum Laden der Lampe mit einer Gummiabdeckung, um den Anschluss vor Schmutz und Wasser zu schützen. Auch wenn USB-C auf dem Vormarsch ist, reicht dieser Anschluss noch völlig aus.

Auf der anderen Seite befindet sich der Gummischalter. Auf den ersten Blick dachte ich, der Schalter hätte eine eingebaute Stromanzeige, aber das ist eine optische Illusion. Eine der Besonderheiten der CL26R ist auf der Unterseite der Lampe zu sehen: Dort ist die zweite Lampe eingebaut. Von den verwendeten Lichtquellen ist nicht viel zu sehen, denn auch hier sind die LEDs dank Kunststoff nicht zu sehen. Mithilfe des Hakens kannst Du die CL26R leicht aufdrehen. Im Batteriefach fällt sofort auf, dass Du (im Gegensatz zur CL25R) anhand eines Symbols sehen kannst, wie Du die Batterie einsetzen musst. Zwei vergoldete Federn sorgen dafür, dass die Lampe im Falle eines Sturzes intakt bleibt, außerdem ist das Batteriefach mit Aluminium verstärkt. Fenix hat dies getan, um die Batterie besser zu isolieren, wenn Du die Lampe bei extremer Kälte benutzt. Da sich ein Magnet im Schraubverschluss befindet, bleibt der Akku beim Öffnen der Lampe meist haften. Bei durchschnittlichem Gebrauch muss die Lampe nicht oft geöffnet werden, da der Akku direkt geladen werden kann. Die Lampe schließt mit einem deutlichen „Klick“ und alles ist wieder ordentlich an seinem Platz. Mein Fazit nach diesem Absatz: Die CL26R ist einfach hervorragend, ich kann keine Schwachstellen in Bezug auf Konstruktion und Verarbeitung finden. Hier sind noch ein paar weitere Bilder zur Verdeutlichung!

Fenix CL26R
Ein abgerundetes Design mit frischen Farben.
So wird die CL26R am häufigsten genutzt: mit weißem Licht.
Es gibt aber auch rotes Licht.
Das kompakte Design lässt sich leicht mitnehmen.
Die Teile passen nahtlos aufeinander.
Micro-USB, eine Ladeoption, die in vielen Geräten verwendet wird.
Der Gummischalter (mit Aussparung) von nahem.
Über dem Schalter zeigen blaue Indikatoren den Batteriestatus an.
Es gibt nur wenige Metallteile, wie den Haken und die Stativverbindung.
Die besondere Unterseite: es ist eine weitere Lampe eingebaut.
Um das Batteriegehäuse herum Aluminiumelemente zur Verstärkung und zum Schutz vor Kälte.
Die Federn absorbieren die Stöße.
Dieses System sorgt dafür, dass die CL26R perfekt schließt.
Eine weitere Besonderheit: die CL26R kann auch „teilweise“ eingeschaltet werden.
Neben dem Vorgänger sieht man direkt, dass die CL26R kompakter und abgerundeter ist.
Durch gründliches Nachdenken gelang es Fenix, mehr Optionen in eine kleinere Lampe einzubauen.
Die CL26R bietet viele Möglichkeiten, die Lampe aufzuhängen: hier über den Magneten.
Andere Möglichkeit: mit einem Gorillapod an einem Ast.
Oder einfach mithilfe des Hakens.

Benutzererfahrung und Möglichkeiten mit der Fenix CL26R

Wie ich bereits erwähnt habe, liegt diese Campingleuchte angenehm in der Hand, obwohl sie eine eher glatte Struktur hat. Sie ist also nicht dafür gedacht, dass Du sie pausenlos in der Hand spazieren trägst. Sie passt gut in die Jackentasche und kann mithilfe des mitgelieferten Rings auch an der Hose oder am Schlüsselbund befestigt werden. Eine weitere Stärke ist das Gewicht, das viel geringer ist als bei einer durchschnittlichen Campinglampe.

Die CL26R ist kein kompliziertes Produkt, bei dem Du erst die Bedienungsanleitung lesen musst. Bitte beachte, dass der 18650-Akku durch eine Kunststoffkappe gegen unbeabsichtigtes Einschalten der Lampe während des Transports geschützt ist. Diese musst Du also zunächst entfernen. Der Rest ist ganz einfach: Stecke das mitgelieferte Kabel in einen geeigneten Adapter und schon geht's los. Die vier Indikatoren zeigen an, wie voll der Akku ist. Das vollständige Aufladen des Akkus dauert etwa drei Stunden. Übrigens ist es ratsam, einen Satz CR123A-Batterien für Notfälle dabei zu haben. Natürlich kannst du diese nicht in der Lampe aufladen, aber sie können bei leerem Akku praktisch sein und auch bei eisigen Temperaturen weiterhin hervorragende Arbeit leisten. Du kannst den Akku- oder Batterieladezustand bei ausgeschalteter Lampe einfach überprüfen, indem Du den Power-Knopf kurz drückst.

Die CL26R hat nur einen Power-Knopf, der viele Möglichkeiten bietet. Das bedeutet, dass der Hersteller eine gut funktionierende Schnittstelle entwickeln muss, damit alle Funktionen richtig funktionieren können. An- und ausschalten kannst Du die Lampe, indem Du den Knopf mittellang gedrückt hältst. Die Lampe startet immer im niedrigsten weißen Modus. Der Vorteil hiervon ist, dass die CL26R nie im höchsten Modus startet. Das kann vor allem dann angenehm sein, wenn Du schlafen und jemand anders im Zelt noch lesen möchte. Ich persönlich hätte den Memory-Modus bevorzugt, was die CL25R noch hatte. Wenn die Lampe eingeschaltet ist, kannst Du zu einem anderen Lichtmodus wechseln, indem Du weiter auf den Knopf klickst. Die Reihenfolge ist von niedrig bis mittel, danach hoch und seitwärts, oder wie Fenix es nennt, „Front“. Übrigens gibt es in diesem Modus auch noch ein wenig Restlicht. Dies ist auf das verwendete Material zurückzuführen. Es ist eine wirklich tolle Idee von Fenix! Wenn Du in diesem Modus bist und nochmals auf den Knopf drückst, schaltet sich die untere Lampe („down“) ein. Es fällt sofort auf, dass diese Lampe über einen viel fokussierteren Strahl und eine wärmere Lichtfarbe verfügt. Diese Option eignet sich daher gut als Lese- oder Deckenleuchte. Die Lampe startet in der niedrigen Einstellung, dann kommt die hohe. Wie zu erwarten, ist die Gesamtlichtleistung der unteren Lampe viel geringer, aber genau dafür ist sie auch gedacht. Um in den roten Lichtmodus zu wechseln, musst Du zunächst mit dem weißen beginnen. Ein Doppelklick bringt Dich zu einem durchgehend roten Licht. Nochmals klicken und das Licht blinkt rot. Die rote Option eignet sich beispielsweise, wenn Du im Dunkel etwas lesen möchtest, ohne die Person neben Dir zu stören. Die Lichtleistung in rot ist nicht so hoch, für meinen Geschmack hätte es eine hellere Einstellung geben dürfen. Die Lampe in den höheren Einstellungen lange brennen zu lassen, ist problemlos möglich. Die CL26R wird kaum wärmer.

Die Tatsache, dass Du die Betriebsanleitung kaum benötigst, sagt eigentlich genug über die einfache Bedienung der CL26R aus. Ich hätte mir gewünscht, dass man im zuletzt genutzten Modus starten kann. Nun dauert es bei manchen Lichtmodi einfach zu lange, bis man sie erreicht hat. Und auch die sogenannte „instant-modes“, die eine bestimmte Position schnell einschalten sollen, fehlen.

Lichtbild/Beamshot der Fenix CL26R

Das Lichtbild der CL26R ist so, wie man es von einer Campingleuchte erwarten würde: Die Lampe strahlt diffuses Licht aus. Du erhältst also ein gleichmäßiges Licht in einem Radius von bis zu 20 m. Toll für einen gemütlichen langen Abend im Garten oder auf dem Campingplatz. In den höheren Einstellungen kann das Licht ein wenig blenden. Ich löse das Problem meistens, indem ich die Lampe einfach etwas weiter oben aufhänge. Übrigens, wenn Du „stimmungsvolleres“ Licht benötigst (die Lichtfarbe der Hauptleuchte ist relativ kalt), dann kannst Du die Lampe aufhängen und die untere Leuchte benutzen. Du kannst auch die „Front-Option“ wählen, sodass Du das Licht von Dir wegdrehen kannst, sollte es Dir zu hell sein. Ich benutze die untere Leuchte gerne, wenn ich im Dunkeln (Karten) lesen möchte und nachts, um niemanden zu stören. Auch das rote Licht ist dann eine gute Option. Du siehst selbst noch genug und weckst niemanden damit auf. Das blinkende rote Licht kannst Du zum Beispiel benutzen, wenn Du eine Panne hast.

Zeit, sich die Leistung anzusehen! Ich fand eine Garage für Wohnwagen optimal, um zu demonstrieren, wie das Lichtbild der CL26R im Dunkeln ausfällt.

Wir beginnen mit dem höchsten Modus der CL26R. Wie Du sehen kannst, leistet die kleine Lampe überraschend viel. In einem kleinen Zelt oder Wohnwagen ist dies eigentlich zu hell und besser für den Außenbereich geeignet.

Die CL26R im höchstmöglichen Lichtmodus.

Nachfolgend die Lampe in der Front-Option. Gut zu sehen ist hier, dass das Licht hauptsächlich zur Seite strahlt, obwohl hinten noch etwas Restlicht sichtbar ist.

Ungefähr die Hälfte der Lampe ist bei der Front-Option eingeschaltet.

Die rote Option liefert einen eher schwachen Output, es reicht aber völlig aus, um Dich orientieren zu können.

Der niedrigste Lichtmodus der CL26R.

Auch interessant: die untere Leuchte oder auch die „Down-Option“. Zu diesem Zweck habe ich die CL26R in einem Wohnwagen an die Decke gehängt. Man sieht den Unterschied zwischen dem fokussierteren Strahl der Down-Option im Vergleich zu einem ähnlichen Modus der Hauptleuchte. Der fokussierte Strahl wird von vielen Nutzern als angenehmer empfunden. Achte auch mal auf die Lichtfarbe der beiden Optionen. Diese kannst Du gut an den Gardinen, den Sitzbänken und den Schränken sehen.

Fokussiertes Licht und eine deutlich wärmere Lichtfarbe.
Etwas mehr Lumen, aber ein ganz anderes Lichtbild und eine andere Lichtfarbe.

Jetzt ab nach draußen! Diesmal wird die Lampe auf einem Rasen zwischen zwei Baumreihen in einem Abstand von ca. 15 m von der Kamera platziert. Ich zeige hier die Lichtmodi der Hauptleuchte, von niedrig bis hoch. Diesmal hatte die Kamera mehr Mühe, das Licht festzuhalten. Man sieht ein paar Diaphragma-Punkte, die man in echt aber nicht sieht. Die Bilder zeigen deutlich, dass die CL26R in ihrer höchsten Einstellung bis zu etwa 15 m rundum ausleuchten kann.

Der niedrigste Modus, ausreichend Licht für die nahe Umgebung.
Der mittlere Modus: schon einiges an Power.
Im höchsten Modus wird eine große Fläche gut beleuchtet.

Das rote Licht ist aus großer Entfernung gut sichtbar, gibt aber wenig Licht ab. Sie eignet sich also wahrscheinlich am ehesten als Warnleuchte.

Fazit

Diese Lampe beweist, dass eine Campinglampe nicht mehr sperrig oder schwer sein muss, es kommt überraschend viel Licht aus der kleinen CL26R! Darüber hinaus ist sie quasi unzerstörbar und bietet eine Reihe von Möglichkeiten. Das Aufladen und die Benutzung sprechen für sich, obwohl ich mir gewünscht hätte, dass der zuletzt verwendete Beleuchtungsmodus im Speicher hinterlegt wird. Der kleine Bruder, CL23, kann das übrigens. Die Befestigungsmöglichkeiten mittels Gewinde, Magnet und Haken machen die Möglichkeiten mit der CL26R nahezu unendlich. So kannst Du diese Campinglampe auch beim Werkeln, Angeln oder im Auto benutzen. Dabei ist die Front-Option sehr praktisch. Was das rote Licht betrifft, so hätte ich mir einen zusätzlichen Lichtmodus gewünscht, der noch mehr Aufmerksamkeit erregt. Im Vergleich zur CL25R vermisse ich auch den energiesparenden „moonlightstand“. Fenix hat mit zwei Lichtfarben eine gute Auswahl getroffen. So hast Du die Wahl zwischen einem stimmungsvollen oder einem hellen Licht. Und das alles in dieser kompakten Lampe.

Eine Lampe wie die CL26R sollte auf keiner Reiseausrüstung fehlen. Für solch eine kompakte Lampe hat man eigentlich immer Platz und Du wirst viel Spaß mit ihr haben!

Expert

Koen van der Jagt
Koen van der Jagt

Schon als Kleinkind hat Koen van der Jagt ein großes Interesse an Lampen, Drähten und Batterien. Als Kind interessiert er sich vor allem für Fahrradlampen und andere Elektronik. Die Krypton- und Halogenlampen wurden in den letzten Jahren durch LEDs ersetzt. Vor ein paar Jahren hat auch er das "professionelle" Zeug entdeckt. Seine ersten Taschenlampen-Marken waren Led Lenser und Fenix. Auch die Fotografie ist ein großes Hobby von ihm. Neben Fotos von der Natur und Meteorologie zeigt Koen auch gerne Bilder von dem, was eine Lampe kann und wie das Lichtbild in Dunkelheit ist. Die Rezensionen, die Koen schreibt, können oft in Foren wie candlepowerforums.com und taschenlampen-forum.de gelesen werden. Koen besitzt mittlerweile Taschenlampen in fast jeder Kategorie: von kleinen und handlichen Lampen, bis hin zu leistungsstarken Scheinwerfern.


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